Die sieben Sakramente

Ein Sakrament ist ein äußeres, sichtbares Zeichen, in dem sich eine innere, unsichtbare Wirkung vollzieht. Das II. Vatikanisches Konzil nennt Sakramente "Zeichen und Werkzeug für die Vereinigung mit Gott sowie die Einheit der Menschheit". In jedem Sakrament hört der Mensch ein Angebot des Heils von Gott her, und der Mensch muss dieses Angebot aus freiem Willen annehmen. Die Sakramente sind zwar nicht der einzige Weg, Gottes Heil zu erfahren, sicher aber ein besonders intensiver Weg dazu.

Die katholische Kirche kennt sieben Sakramente:

•  Taufe, Firmung und Eucharistie sind seit dem Urchristentum die drei Sakramente der Aufnahme in die Kirche. Taufe und Firmung werden nur einmal im Leben gespendet. Die Eucharistie, das Mahl Jesu, kann man immer wieder feiern, um die Beziehung zu Jesus und zu Gott jedes Mal neu herzustellen.

•  Versöhnung und Krankensalbung sind "heilsame" Angebote Gottes. Man kann sie immer wieder feiern, um die heilende Kraft der Begegnung mit Gott jedes Mal aufs Neue zu erfahren.

•  Ehe und Weihe sind "Standessakramente", die ein Mal gefeiert werden, danach aber im täglichen Leben immer neu ihre Wirkung entfalten

Ein Sakrament empfangen kann jeder Mensch, der das Heilsangebot Gottes gläubig annehmen will (bei der Kindertaufe sind es zunächst die Eltern, die für Ihr Kind dieses Angebot annehmen).

Die Gemeinde muss die Feier der Sakramente mit-tragen und mit-verantworten. Sakramente sind weder bloße Privatsache noch sind sie allein Sache der Seelsorger. Auch die Gemeinde hat Verantwortung dafür, dass Menschen in ihrer Mitte, in ihren Feiern und in ihrem Gemeinschaftsleben eine engere Beziehung zu Jesus Christus aufbauen können.