St. Michael und die Südstadt

Die Heidelberger Südstadt gehört zu den kleinsten Stadtteilen in Heidelberg. Sie entstand in den 50er und 60er-Jahren, als zwischen Rohrbach und der Weststadt eine Vielzahl von Baulücken geschlossen worden sind.

Die Südstadt ist ein begehrtes Wohnviertel mit viel Grün in Zentrumsnähe. Die Wohnbebauung besteht überwiegend aus Zwei- und Drei-Familienhäusern mit eigenen Gärten. Die Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr ist sehr gut (Straßenbahn, Busse und S-Bahn).

Die Südstadt ist jedoch arm an Infrastruktur, Geschäfte gibt es ganz wenige, ein Stadtteilmittelpunkt fehlt. Neben der Wohnbebauung prägen Schulen (Helmholtzgymnasium und Englisches Institut) und das Bethanienkrankenhaus den Stadtteil. Eine Besonderheit ist die starke Präsenz der amerikanischen Streitkräfte (US-Headquarter und Mark-Twain-Village). Verkehrstechnisch wird der Stadtteil durch die beiden Nord-Süden-Achsen (Rohrbacher Straße und Römerstraße) geteilt.

Da es nur wenige Vereine gibt, haben sich zunächst die Kirchengemeinden (neben der katholischen St. Michaelsgemeinde gibt es noch die evangelische Markusgemeinde sowie die freikirchliche Baptistengemeinde) um die Belange des Stadtteils gekümmert. Das Südstadtfest ist Gemeindefest der Südstadtgemeinden und gleichzeitig auch das Fest für den Stadtteil. Aus Initiativen der Südstadtgemeinden entstand der Verein „Senfkorn e.V.“, der das „Südstadt-Info“ herausgibt, der „effata Eine-Welt-Kreis e.V.“, der den „effata Weltladen“ und seit Juli 2005 „effata regional & fair“ in der Rohrbacher Straße 130 betreibt, sowie die „Zukunftswerkstatt Südstadt“, die sich wesentlich um städtebauliche Initiativen (Kinderspielplätze, Straßenüberwege) kümmert.